29. Mai 2008
(FAZ/ online) Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung aktuell berichtet wird Google in diesem Jahr 10 Jahre alt. Ein Ende des Datensammelns ist aber nicht zu erkennen. Inzwischen gibt es bei Google Bilder vom Mars, der Weltmeere und bald auch der Straßen in Deutschland. Autos mit 360-Grad-Objektiven fahren bald durch die Städte und fotografieren alle Straßen. Die Fotos sollen dann in den Landkartendienst Google Maps eingebaut werden.
Gibt es Grenzen? Welche Rolle wird Google im Informationszeitalter künftig spielen? „Manchmal gibt Google noch nicht die richtige Antwort. Wir müssen den Kontext einer Suchanfrage verstehen lernen und mehr hypothetische Fragen beantworten können.
Die extremste Frage ist: Was sollte ich morgen tun? Mit Methoden der künstlichen Intelligenz und der Explosion der vorhandenen Daten wird es möglich sein, sich dieser Art des Verstehens anzunähern“, sagt Eric Schmidt, der Chef von Google Deutschland. Die Daten werden künftig in riesigen Rechenzentren gespeichert, die in der Fachsprache als die Wolke - the cloud - bezeichnet wird.
„Ich bin extrem an dieser Bewegung interessiert, alle Informationen online ,in the cloud’ zu haben. Damit lässt sich zum Beispiel ein globaler Kalender entwickeln. Dort ist dann zu sehen: Was passiert am Dienstag - überall in der Welt“, sagt Schmidt.
28. Mai 2008
(FAZ.net) Weil der Erfolg von Android nicht garantiert ist, investiert Google auch an anderer Stelle in den amerikanischen Mobilfunk. Zusammen mit Partnern baut Google ein Funknetz namens Clearwire auf, das alle amerikanischen Großstädte mit mobilen Internetanschlüssen versorgen soll.
Die Investition hat vor allem politische Gründe. In Amerika ist man besorgt darüber, dass die amerikanischen Netzbetreiber ihre Netze verschließen könnten. Im Clearwire-Netzwerk können dagegen alle Handys und alle Anwendungen benutzt werden. Mit der Investition will Google das Prinzip der Offenheit unterstützen.
In Europa haben die Regulierer eine bessere Arbeit gemacht“, lobt Eric Schmidt, der Chef von Google. Was eine solche Investition in Europa wohl eher unwahrscheinlich erscheinen lässt.
(FAZ.net) Googles wichtigste Initiative, um im mobilen Internet eines Tages eine ebenso wichtige Rolle wie im PC-Internet zu spielen und sich gegen starke Konkurrenten wie Nokia oder Yahoo zu behaupten, heißt Android.
Dahinter verbirgt sich eine Plattform, auf der jeder Entwickler Anwendungen für Mobiltelefone programmieren kann. Aus der Verbindung von GPS und Landkarten werden Dinge entwickelt, die auch Insider wie Eric Schmidt, den Google Chef positiv überraschen.
Dass der deutsche Manager Marco Börries, der beim Konkurrenten Yahoo erfolgreich das mobile Internet vorantreibt, Android nur als „Windows Mobile auf Linux“, also ein weiteres Betriebssystem für Mobiltelefone, bezeichnet hat, treibt Schmidt ein Lächeln auf die Lippen.
„Marco sollte es besser wissen. Der Vergleich ist nicht korrekt.“ Aber: „Android ist eine Wette. Wir können noch nicht sagen, wie gut es funktioniert, weil die Programme bisher nicht ausgeliefert worden sind“, gibt Schmidt zu.
23. Mai 2008
Wie Horizont.net aktuell berichtet hat Microsoft den Namen seines neuen weltweiten Online-Vermarkters bekannt gegeben. Unter dem Dach des neuen Unternehmensbereichs Microsoft Advertising soll das Vermarktungsportfolio des Unternehmens im Internet gebündelt werden. “Microsoft Advertising ist ab sofort unsere weltweite Business-to-Business-Marke, die für alle Werbeprodukte, -Services und Plattformen steht, die wir Werbungtreibenden, Agenturen und Website-Betreibern anbieten”, so Markus Frank, Director Sales & Trade Marketing des neuen Bereichs.
Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte demnach erklärt, dass er die Zukunft des Konzerns in den Bereichen Werbung und Mobile sehe. Diese Geschäftsfelder könnten künftig 25 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.
21. Mai 2008
Jede Sprache hat bekanntlich Mehrdeutigkeiten, die entschieden zur Lebendigkeit von Sprache beitragen. Diese müssen von einem nicht menschlichen Übersetzungssystem erkannt und richtig interpretiert werden. Viele Wörter haben in verschiedenen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen und stellen somit eine der häufigsten Fehlerquellen bei der maschinellen Übersetzung dar.
Eines dieser Wörter ist das deutsche „vor“, weil es sprachlich sowohl zeitlich, als auch räumlich genutzt werden kann. Im Englischen gibt es jedoch für jeden der beiden Kontexte jeweils eine eigene Entsprechung.
Vor der Schule gehe ich spazieren. - Before school I go for a walk. (richtig)
In diesem Beispiel steht das “vor” im temporären Kontext, denn man könnte alternativ auch “Bevor ich zur Schule gehe, gehe ich spazieren.“ verwenden. Das englische Wort „before“ wird ausschließlich im zeitlichen Zusammenhang benutzt und bildet daher die korrekte Übersetzung.
Vor dem Haus steht ein Auto. - Before the house stands a car. (falsch)
Wird “vor” jedoch genutzt, um einen lokalen Kontext zu schaffen, bildet das englische “in front of“ die passende Entsprechung. Verschiedene Übersetzungs-Tools haben damit Probleme, wie das obige, von einer Maschine erzeugte Beispiel zeigt.
In diesem Fall liefert das System erneut „before“ als passend für „vor“, obwohl diesmal kein temporärer Kontext besteht. Ein Benutzer muss die Übersetzung also zusätzlich korrigieren, um ein wirklich brauchbares Ergebnis zu erhalten.
19. Mai 2008
(Yahoo) Das automatische kostenlose Übersetzungs-Tool von Google kann jetzt zehn weitere Sprachen. Es werden neuerdings unter anderem Polnisch, Hindi, Finnisch und Kroatisch übersetzt. Insgesamt stehen jetzt 23 verschiedene Sprachen zur Verfügung.
Mit echten vom Menschen durchgeführten Übersetzungen können die automatisch erzeugten Texte zwar nicht konkurrieren. Trotzdem können sie helfen, wenn eine fremdländische Internet-Seite interessante Informationen verspricht, die jedoch aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht erfasst werden können.
Die zu übersetzenden Textpassagen müssen in ein Feld auf der Google-Translate-Seite kopiert werden. Als nächstes sind die Ursprungssprache und diejenige Sprache zu wählen, in die übersetzt werden soll.
Wie die Welt online aktuell berichtet, könnten die Gespräche zwischen Yahoo und Microsoft auf eine Partnerschaft der Unternehmen bei Werbung in Zusammenhang mit Internetsuchen abzielen. Yahoo hat bereits eine Zusammenarbeit mit dem Marktführer Google erwogen. Diese Kooperation könnte aber auf den Widerstand der Kartellbehörden stoßen, weil die beiden Internetfirmen zusammen auf einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent kommen.
Microsoft hatte zuvor 47,5 Milliarden Dollar (30,6 Milliarden Euro) für Yahoo geboten. Yahoo-Chef Jerry Yang forderte weitere 5,5 Milliarden Dollar (3,55 Milliarden Euro). Deswegen platzte der Kauf. Der US-Konzern Microsoft bleibt dabei: Übernehmen will der Software-Gigant das Internet-Portal Yahoo zunächst zwar nicht. Aber die Manager beider Unternehmen reden wieder miteinander. Microsoft kann sich wohl außer einer Übernahme eine Alternative der Zusammenarbeit vorstellen.
6. Mai 2008
Inzwischen kommen auch die klassischen Branchenvertreter Fernsehen, Print und Radio nicht mehr umhin, sich umfassend mit Online-Konzepten zu beschäftigen. Der Einfluss des Internets auf die Medienwelt hat sich in diesem Jahr weiter verstärkt.
Medienkonvergenz war im letzten Jahr ein oft gehörtes Wort, und meint vor allen Dingen die gute Nachbarschaft der Medien. Die Bedeutung von Internet-Plattformen erreicht einmal mehr neue Dimensionen. Social Networking, Internet-Videoportale und virtuelle Welten werden zu Leitthemen und enden nicht selten in heftigen Diskussionen um Urheberrecht und Markenpiraterie.
Neben den Online-Netzwerken lösten virtuelle Welten - allen voran Second Life - einen wahren Medienhype aus, der dann schnell auch als Hauptcharakteristikum für das Paralleluniversum im Netz galt. Kurz nachdem sich namhafte Unternehmen in Second Life angesiedelt hatten, folgte schon eine gewisse Ernüchterung und Experten begannen vor zu hohen Erwartungen zu warnen.
Schließlich machte die virtuelle Welt auch noch Negativschlagzeilen Rechtsstreitigkeiten um raubkopierte virtuelle Waren. Die Copyright-Frage im virtuellen Raum ist noch immer ungeklärt.
Das Urheberrecht war in 2007 auch der Brennpunkt in der Musik- und Videobranche. Die Musikindustrie kämpft weiterhin gegen Copyright-Verletzungen im Internet, zieht gegen Filesharing vor Gericht und will auch das Thema Kopierschutz (DRM) nicht einheitlich regeln.
An den Aktienmärkten sorgte das Scheitern der Übernahme für gegensätzliche Kursreaktionen. Während die Yahoo-Aktien einbrachen, legten Microsoft 2,5 Prozent auf 30 Dollar zu. Es sei positiv, dass Microsoft sich selbst eine Grenze für den Kaufpreis gesetzt habe, erklärten Analysten von Bernstein Research. Anleger hätten die Sorge gehabt, Microsoft könne deutlich zu viel für Yahoo bezahlen. Diese Befürchtung sei nun aus dem Weg geräumt.
Google-Papiere legten 1,6 Prozent zu. Der Konzern könnte der lachende Dritte sein, hieß es am Markt. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, Yahoo werde wohl auf eine Partnerschaft im Anzeigengeschäft mit dem führenden Suchmaschinen-Betreiber dringen. Allerdings sei es aufgrund der Marktstärke Googles zweifelhaft, dass Yahoo bei einer solchen Allianz die Rosinen bekomme. (Quelle: Die Welt, online)